Verhüllung à la Christo – dringender Appell an die Stadt

Die Schülergemeinschaft der Frida-Levy-Gesamtschule appellierte mit einer Menschenkette und Verhüllungsaktion an die Stadt, das VHS-Gelände für gute Bildung an diesem Standort und die Zukunft der Frida-Levy-Gesamtschule zu nutzen. Die Banner zeigen: die Kinder und Jugendlichen sehen sich gegenüber möglicher Finanzinteressen abgewertet und verstehen das Zögern der Stadt nicht – hoffen aber sehr auf die Beachtung ihrer Nöte und Interessen.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr keine Schule baut!“ – Der laute Ruf tönte nun schon zwei Mal vor dem Rathaus Richtung  Bürgermeister und Schulentwicklungsplaner. Und zumindest einen Etappensieg haben wir mit den Demos und der Veröffentlichung unserer Gebäude-Zustände errungen: Das Gelände der alten VHS rückt im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wieder in den Blick als möglicher Standort für einen Erweiterungsbau unserer Schule. Aber erst wenn der Rat der Stadt Essen tatsächlich zustimmt, das alte VHS-Gelände für einen solchen Bau zu nutzen, haben wir wirklich einen Erfolg erzielt.

Also haben sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule vor der Ratssitzung am 29. Mai auf den Weg gemacht, eine Menschenkette um das Gelände der alten VHS zu bilden und die Bauzäune um die Brache zu verhüllen: Mit Bannern, die an die Stadt appellieren und die ausdrücken, was sie bewegt zum Thema Gebäude, Schulentwicklungsplanung und die Zukunft. Ihre eigene und die ihrer Schule an diesem Standort.  Und auf den Bannern fällt vor allem immer wieder eine Frage auf: Warum werden Schulen und damit die Zukunft anscheinend so gering geachtet? Warum steht (oder stand) das Interesse von Investoren im Vordergrund während bei uns Fenster und Lampen aus ihren Verankerungen fallen, Toiletten nicht funktionieren oder Klassenräume wegen kaputter Rohre überschwemmt werden!? Zuletzt übrigens geschehen, nachdem sich Schüler die Hände wuschen, als ihr Banner fertig gemalt war…

 Iris Kraft